Rückrufaktion: Gefährliche Droge in Spielzeug aus China
zuletzt aktualisiert: 08.11.2007 - 21:43Washington/Köln (RPO). Sieben Wochen vor Weihnachten sorgt die nächste Rückrufaktion bei Spielzeug für Aufsehen: In den Vereinigten Staaten und Australien erkrankten fünf Kinder, nachdem sie Kunststoffkügelchen aus einem Kreativ-Set aus chinesischer Produktion verschluckt hatten. Das Spielzeug enthält offenbar eine gefährliche Chemikalie.
Die Sets wurden unter den Namen "Bindeez" und "Aqua Dots" verkauft. In Deutschland nahm die Spielzeugkette Toys "R" Us das Produkt "Bindeez" am Donnerstag vorsichtshalber aus den Regalen, wie die Kölner Firmenzentrale mitteilte.
Die Kunststoffkügelchen in verschiedenen Farben können zu Mustern zusammengesetzt werden. Wenn sie mit Wasser besprüht werden, kleben sie fest aneinander. Wissenschaftler fanden heraus, dass die Kügelchen mit einer Chemikalie überzogen sind, die nach dem Verschlucken zu einer gefährlichen Droge wird, Hydroxybutyrat.
Die Chemikalie kann zu Bewusstlosigkeit, Schwindel, Koma und sogar zum Tod führen. Ein Labor in Hongkong nahm am Donnerstag weitere Tests vor. Die Sets wurden am Mittwoch in Australien und wenige Stunden später in den USA zurückgerufen.
In Australien erkrankten drei Kinder, in den USA zwei, nachdem sie die Kügelchen verschluckt hatten. Die Kinder in den Vereinigten Staaten fielen ins Koma, beide konnten aber inzwischen das Krankenhaus wieder verlassen. Auch die Kinder in Australien mussten stationär behandelt werden. "Bindeez" und "Aqua Dots" wurden nach Angaben des australischen Großhändlers Moose Enterprises in der chinesischen Provinz Guangdong hergestellt.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
