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Geldwäsche-Vorwürfe
Italienische Staatsanwälte wollen Bank of China anklagen

Geldwäsche: Italienische Staatsanwälte wollen Bank of China anklagen
FOTO: ap
Rom . Die italienische Staatsanwaltschaft will im Zuge von Ermittlungen zu massiver Geldwäsche 297 Personen sowie die Bank of China anklagen.

Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Samstag berichtete, zählen zu den Verdächtigen auch vier hochrangige Manager der Filiale des Geldinstituts in Mailand. Einige der Verdächtigen sollen Einschüchterung und andere mafiaähnliche Techniken angewandt haben. Die Staatsanwälte werfen der Bank vor, verdächtige Transaktionen nicht gemeldet zu haben.

Die Nachrichtenagentur AP hatte Anfang Juni berichtet, dass die Polizei in Florenz entdeckt hatte, dass mehr als 4,5 Milliarden Euro an Einnahmen aus Geldfälschung, Prostitution, Ausbeutung von Arbeitern und Steuerhinterziehung in weniger als vier Jahren nach China geschickt wurden. Dafür war ein Geldtransferdienst genutzt worden. Es handelt sich um den Zeitraum zwischen 2007 und 2010.

Fast die Hälfte des Geldes wurde durch die Bank of China geleitet, die dafür eine Kommission bekam, wie aus Ermittlungsdokumenten hervorgeht. Die Ermittler erklärten, sie hätten keinerlei Hilfe vonseiten der chinesischen Behörden erhalten. Sobald das Geld Italien verlassen habe, sei es im großen rechtlichen System der Volksrepublik verschwunden.

Nach italienischem Recht wird ein Richter den Antrag der Staatsanwaltschaft prüfen und anschließend entweder eine Verhandlung anordnen oder das Verfahren fallen lassen. Bis es eine richterliche Entscheidung gibt, könnten noch Monate vergehen.

(ap)
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