Autokonzern: General Motors 2005 mit höherem Verlust
zuletzt aktualisiert: 17.03.2006 - 09:16Detroit (rpo). Insgesamt etwa 10,6 Milliarden Dollar hat der angeschlagene US-Autokonzern General Motors (GM) im vergangenen Jahr an Verlust gemacht. Damit ist der voraussichtliche Verlust noch zwei Milliarden höher als die Summe, die Konzernchef Rick Wagoner Ende Januar verkündet hatte.
Wie GM mitteilte, sind höhere Pensionszahlungen für Mitarbeiter des insolventen Ex-Tochterunternehmens Delphi und gestiegene Restrukturierungskosten die Gründe für den hohen Verlust. Überdies werde sich der Jahresbericht 2005 wegen der kürzlich entdeckten Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen seit 2000 verzögern, hieß es weiter. GM wolle die Jahresbilanz im Laufe der kommenden zwei Wochen bei der US-Börsenaufsicht SEC einreichen.
Der US-Autogigant kämpft insbesondere auf seinem Heimatmarkt mit massiven Absatzproblemen; zuletzt hatten die hohen Kraftstoffpreise die Nachfrage nach spritschluckenden Geländewagen einbrechen lassen. Im vergangenen Jahr kündigte GM an, in den USA zwölf Werke zu schließen und 300.000 Stellen zu streichen.
Wie der Konzern jetzt erläuterte, wird dieser Sanierungsplan 1,7 Milliarden Dollar verschlingen und damit 400 Millionen mehr als zuvor angenommen. Die Kosten für Pensionszahlungen an Mitarbeiter des Zulieferers Delphi, der im vergangenen Oktober Insolvenz angemeldet hatte, beziffert der ehemalige Mutterkonzern nunmehr auf mindestens 3,6 Milliarden Dollar und damit um 1,3 Milliarden Dollar höher als zuvor.
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