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Geplante Übernahme
Edeka und Tengelmann wollen bei "Nein" klagen

Geplante Übernahme - Edeka und Tengelmann wollen bei "Nein" klagen
FOTO: dpa
Düsseldorf. Tengelmann will aus dem Supermarktgeschäft aussteigen und rund 450 Filialen an den Edeka-Verbund verkaufen. Das Kartellamt hat jedoch Einwände und nun soll ein Ministererlass den Weg ebnen. Sollte sich Gabriel gegen die Pläne stellen, droht eine Klage.

Die Supermarktketten Edeka und Kaiser's Tengelmann haben einem Bericht des "Handelsblatt" zufolge in ihrem Kaufvertrag vereinbart zu klagen, sollte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ihnen die Ministererlaubnis zur Fusion verweigern. Dies hätten mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen bestätigt, berichtete das Blatt am Mittwoch. Tengelmann und Edeka wollten sich dazu auf Nachfrage des "Handelsblatts" nicht äußern.

Die Unternehmensgruppe Tengelmann will aus dem Supermarktgeschäft aussteigen und rund 450 Filialen in Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen an den Edeka-Verbund verkaufen. Das Kartellamt untersagte die Übernahme. Daher beantragten die Unternehmen eine Ministererlaubnis. Die Monopolkommission riet Minister Gabriel, diese Erlaubnis nicht zu erteilen – es gebe keine Gemeinwohlvorteile der Übernahme. Im Kaufvertrag von Tengelmann und Edeka steht laut "Handelsblatt", dass beide Parteien gemeinsam juristische Mittel ergreifen, falls Gabriel die Ministererlaubnis nicht erteilt.

(AFP)
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