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Russland: Gerhard Schröder führt Pipeline-Konsortium

zuletzt aktualisiert: 09.12.2005 - 14:27

Babajewo (rpo). Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder wird im Konsortium zum Bau der neuen Ostsee-Pipeline den Vorsitz übernehmen. Nachdem der Chef des russischen Gaskonzerns Gazprom, Alexej Miller, dies heute in Russland bekannt gegeben hatte, bestätigte Schröder, er sei "gerne bereit, Verantwortung im Aufsichtsrat der Gesellschaft zu übernehmen."

An dem Konsortium sind der russische Gasriese Gasprom mit 51 Prozent und die deutschen Konzerne BASF und Eon mit jeweils 24,5 Prozent beteiligt. Das Abkommen zum Bau der Pipeline war im September im Beisein von Schröder und des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Berlin unterzeichnet worden.

Die Ostsee-Pipeline ist ein Gemeinschaftsprojekt des russischen Gaskonzerns Gazprom und des deutschen Energieunternehmens E.ON sowie der BASF-Tochter Wintershall.

"Mit diesem Projekt schaffen wir die notwendige Liefersicherheit für Westeuropa", betonte der Premierminister Russlands, Michail Fradkow, bei einem symbolischen Akt am Freitag, bei dem die erste Schweißnaht gesetzt wurde. "Die Schweißnaht verbindet mehr als nur zwei Rohre. Sie verbindet Europa mit der Zukunft, in der es für Europäer warm und hell bleiben soll", sagte BASF-Vorstandschef Jürgen Hambrecht. Gazprom-Chef Alexej Miller sprach von einem "großen europäischen Projekt".

An dem symbolischen Akt in Babajewo nahmen auch der E.ON-Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat, Wintershall-Chef Reinier Zwitserloot, der russische Energie- und Handelsminister Viktor Christenko sowie der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Harald Ringstorff (SPD), teil.

Durch die Ostsee-Pipeline wird die Europäische Union mit Deutschland als Drehscheibe für den Transit zum ersten Mal direkt mit den russischen Gasvorkommen verbunden. Die 1200 Kilometer lange Gasleitung wird über den Grund der Ostsee verlaufen und im Nordosten Deutschlands in der Nähe von Greifswald anlanden. 2010 soll das vier Milliarden Euro teure Projekt in Betrieb gehen.

Quelle: afp

 
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