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HSH Nordbank Nonnenmacher panorama 2010-0828
  Foto: ddp, ddp
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HSH Nordbank: Gericht genehmigt Durchsuchung im Nachhinein

zuletzt aktualisiert: 23.11.2010 - 13:42

Hamburg (RPO). Im Ermittlungsverfahren gegen Topmanager der HSH Nordbank hat sich die Hamburger Staatsanwaltschaft gegen eine von der Bank beauftragte Anwaltskanzlei durchgesetzt. Das Landgericht der Stadt billigte im Nachhinein eine Durchsuchungsaktion und die Beschlagnahme von Akten.

Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag. Die HSH-Anwälte hatten sich gerichtlich gegen die Auswertung ihrer Unterlagen gewehrt.

Nach einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks (NDR) äußern sich die Richter in dem Beschluss auch inhaltlich über die HSH-Manager unter Führung von Bankchef Dirk Jens Nonnenmacher. Auf der Internetseite des Senders heißt es: "Die drei unterzeichnenden Richter sehen nach eineinhalb Jahren Ermittlungen den Verdacht der Untreue gegen den Noch-Bankchef, einen weiteren amtierenden und vier ehemalige Vorstände als erhärtet. Die Beschuldigten hätten sich demnach 'pflichtwidrig' verhalten. Nonnenmacher und einem Ex-Vorstand wird zudem vorgeworfen, die Lage der Bank falsch dargestellt zu haben, Stichwort Bilanzfälschung".

Der Sprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft lehnte jede Auskunft darüber ab, ob die Richter sich in dem Beschluss tatsächlich so geäußert haben. Es handele sich um ein laufendes Ermittlungsverfahren, sagte er. Bei den Vorwürfen geht es unter anderem um das sogenannte Omega 55-Geschäft, das zu Millionenverlusten geführt hatte.

Falls die Richter sich tatsächlich so geäußert haben, könnte ihre Ansicht laut NDR auch die Verhandlungen über die Trennung von Bankchef Nonnenmacher beeinflussen. Die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein wollen den Manager möglichst ohne Abfindung loswerden.

Minister verteidigt Nonnenmacher

Noch am Montag hatte Schleswig-Holsteins Finanzminister Rainer Wiegard (CDU) Nonnenmacher verteidigt. "Ohne Nonnenmachers Job gäbe es diese Bank nicht mehr", sagte Wiegard vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss in Kiel. Er fügte hinzu: "Das Restrukturierungskonzept für die Bank ist im Wesentlichen unter Regie von Herrn Nonnenmacher entstanden."

Bespitzelungsvorwürfe innerhalb und außerhalb der Bank hatten Nonnenmacher den Job gekostet. Die Landesregierungen der Hauptanteilseigner Hamburg und Schleswig-Holstein hatten das Vertrauen in den 47-Jährigen verloren und HSH-Aufsichtsratschef Hilmar Kopper aufgefordert, die Trennung von Nonnenmacher einzuleiten und bei der Aufsichtsratssitzung am 2. Dezember einen Nachfolger zu bestellen.

Quelle: apd/jre

 
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