Steuerskandal: Gericht rechnet mit Geständnis Zumwinkels
zuletzt aktualisiert: 08.12.2008 - 07:19Hamburg (RPO). Im Verfahren wegen Steuerhinterziehung gegen dem früheren Deutsche-Post-Chef Klaus Zumwinkel erwartet das Landgericht Bochum, dass Zumwinkel ein Geständnis ablegt. Ihm wird vorgeworfen, 960.000 Euro Steuern hinterzogen zu haben.
"Die Wirtschaftsstrafkammer geht mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass der Angeklagte geständig ist", sagte ein Sprecher des Bochumer Landgerichts der "Financial Times Deutschland" laut Vorabbericht. Daher habe der Vorsitzende Richter noch keine Zeugen geladen und die Verhandlung bisher nur auf zwei Tage (22. und 26. Januar) anberaumt.
Rechtsanwalt Hanns Feigen, der Verteidiger des früheren Post-Chefs, wollte sich der Zeitung zufolge nicht äußern.
In dem Verfahren geht es um die Vorwürfe der Steuerhinterziehung für die Jahre 2002 bis 2006. Eine angeklagte Tat aus dem Jahr 2001 wurde nicht zugelassen, da sie nach Ansicht der Strafkammer verjährt ist.
Verantworten muss sich Zumwinkel deshalb für die Hinterziehung von rund 960.000 Euro an Einkommenssteuer und Solidaritätszuschlag. Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft Steuerhinterziehung in Höhe von knapp 1,2 Millionen Euro angeklagt.
Der Bundesgerichtshof hatte Anfang des Monats entschieden, dass bei einem hinterzogenen Millionenbetrag in der Regel eine Gefängnisstrafe zu verhängen sei.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
