Um 0,9 Punkte: Geschäftsklima-Index fällt stärker als erwartet
zuletzt aktualisiert: 23.02.2007 - 10:34München (RPO). Das deutsche Geschäftsklima hat sich im Februar stärker als erwartet verschlechtert. Der vom Münchener Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung berechnete fiel über die Prognosen von Experten hinaus von 107,9 auf 107,0 Punkte.
Bankenvolkswirte hatten mit einem Rückgang auf 107,5 Punkte gerechnet. Der Vormonat Januar war der erste Monat seit August vergangenen Jahres, in dem der Index zurückgegangen war.
Der Rückgang bedeutet dem Ifo-Institut zufolge aber keinen Konjunktureinbruch. Die Grundtendenz sei weiter positiv, die Mehrwertsteuererhöhung hinterlasse allerdings Spuren.
Der Index, der als wichtigstes Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft gilt, basiert auf einer Umfrage unter rund 7000 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Groß- und des Einzelhandels.
Während im Baubereich die Erwartungen weiter auf hohem Niveau verharrten, seien die Perspektiven im Exportgeschäft, im verarbeitenden Gewerbe und im Einzelhandel eingetrübt, teilte das Institut mit.
Der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage verringerte sich insgesamt auf 111,6 Punkte, im Vormonat hatte er bei 112,8 gelegen. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 112,0 prognostiziert. Die Erwartungskomponente wurde mit 102,6 (Januar: 103,2) angegeben, die Prognose hatte bei 103,1 gelegen.
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