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Bundesweite Verkehrsprobleme
Lokführerstreik sorgt für Stau auf Autobahnen

Bahnstreik wird fast zur Routine
Stuttgart/Frankfurt/Main. Ein Land im Wartezustand: Wer wegen des Bahnstreiks aufs Auto umgestiegen ist, kommt mancherorts trotzdem nicht voran.

Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL bei der Deutschen Bahn hat auch Autofahrern für Probleme gesorgt. In mehreren Bundesländern bildeten sich am Mittwoch Staus auf den Autobahnen. In Hessen und Rheinland-Pfalz waren die Strecken rund um das Rhein-Main-Gebiet besonders betroffen.

Fotos: Weselsky – Lokführer, CDU-Mitglied, Gewerkschafter FOTO: dpa, Frank Rumpenhorst

Im morgendlichen Pendlerverkehr traf es auch Nordrhein-Westfalen: Auf der A40 bei Bochum, auf dem Kölner Ring und auf der A46 in der Nähe von Wuppertal bildeten sich Staus.

Ähnlich sah es auf den Autobahnen in Baden-Württemberg aus: Vor allem rund um Stuttgart reihten sich die Fahrzeuge kilometerlang aneinander, wie die Polizei in Ludwigsburg mitteilte. Besonders betroffen war die A81 von Singen nach Stuttgart. In dieser Gegend war der regionale Bahnverkehr stark durch den Streik eingeschränkt. Zeitweise quälten sich die Fahrer durch 20 Kilometer stockenden Verkehr.

Die Deutsche Bahn in NRW in Zahlen

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) reagierte mit Unverständnis auf den Ausstand. "Es muss Schluss sein damit, dass die GDL ihre Machtspiele auf dem Rücken der Bahnkunden austrägt", sagte er. Stuttgart und die Region seien auf einen funktionierenden Bahnverkehr angewiesen.

Der Streik im Personenverkehr hatte in der Nacht zum Mittwoch begonnen und soll bis Donnerstagabend um 21.00 Uhr dauern. Millionen Berufspendler, Geschäfts- und Urlaubsreisende sind von dem Ausstand betroffen.

(dpa)
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