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Tarifrunde im öffentlichen Dienst: Gewerkschaften fordern Nachbesserung des Schlichtungsergebnisses

zuletzt aktualisiert: 27.02.2010 - 11:09

Potsdam (RPO). Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen fordern die Gewerkschaften Nachbesserungen am erzielten Schlichtungsergebnis. Die Tarifkommission der Gewerkschaften Verdi, GdP und GEW habe am Freitagabend dem Schlichterspruch zugestimmt, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, am Samstag zum Auftakt der vierten Tarifrunde in Potsdam.

Verdi-Bundeschef Frank Bsirske betonte, es gebe für einige Sparten des Öffentlichen Dienstes Punkte, die konkretisierungsbedürftig seien. Bsirske räumte ein, der Schlichtervorschlag habe "keine Jubelstimmung ausgelöst". Die Tarifkommission habe die Spitzen der Gewerkschaften ermächtigt, auf der Grundlage des Schlichtungsempfehlung zu verhandeln.

Freiberg kritisierte, zahlreiche Punkte im Schlichtungsergebnis seien "unpräzise formuliert", deshalb gebe es weiteren Gesprächsbedarf. Die Verhandlungen würden sich "weiter hinziehen".

Bundesinnenminster Thomas de Maizière (CDU) stellte hingegen klar, es bestehe keine Bereitschaft zu weiteren Zugeständnissen, "für mich sind die Verhandlungen abgeschlossen". Maizière sagte, der maßvolle Schlichterspruch habe die Gewerkschaften auf den Boden der Realität zurückgeführt. Allenfalls "über ein paar technische Dinge" könne gesprochen werden.

Neben Verdi, GdP und GEW hatte auch die Tarifkommission der dbb Tarifunion des Beamtenbundes dem Schlichtungsergebnis zugestimmt. Es gebe indes noch einige Punkte, "die noch anzuschauen sind", sagte Verhandlungsführer Frank Stöhr.

Die 1,3 Millionen Angestellten des Bundes und der Kommunen sollen nach dem am Donnerstag erzielten Schlichtungsergebnis rückwirkend ab Januar 1,2 Prozent mehr Geld bekommen. Stufenweise sollen die Löhne im Januar und August 2011 um weitere 0,6 und 0,5 Prozentpunkte steigen. Die Gewerkschaften waren mit einer Forderung von fünf Prozent Lohnzuschlag in die Tarifgespräche gegangen. Die öffentlichen Arbeitgeber haben bislang kein Tarifangebot vorgelegt.

Quelle: AFP/das

 
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