Nach Aufsichtsratssitzung: Gewerkschaften fordern Zukunftskonzept für Conti/Schaeffler
zuletzt aktualisiert: 06.03.2009 - 15:36Frankfurt/Main (RPO). Auf einer Continental-Aufsichtsratssitzung in Frankfurt am Main wurde deutlich: Die Mitarbeiter haben Angst um ihre Jobs. Die Gewerkschaften IG BCE und IG Metall fordern deswegen ein tragfähiges Zukunftskonzept für das Unternehmen, dessen Maßstab die Sicherung der Arbeitsplätze bei der Continental AG und der Schaeffler-Gruppe "auf der Grundlage der Investorenvereinbarung" sein soll.
Werner Bischoff, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei Continental und geschäftsführender IG BCE-Hauptvorstand, und Hartmut Meine, ebenfalls Aufsichtsratsmitglied sowie Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, betonten: "Eine Filetierung von Continental beziehungsweise der Schaeffler-Gruppe ist nicht akzeptabel."
Die Gesellschafter seien gefordert, ihrer besonderen Verantwortung gerecht zu werden. "Die Arbeitnehmer haben ein Recht auf eine verlässliche Perspektive und sichere Arbeitsplätze."
Am Freitagmorgen war der Aufsichtsrat von Continental in der Frankfurter Niederlassung zusammengetroffen. Zwei Monate nach der Übernahme von Continental durch die Schaeffler Gruppe waren auch Maria-Elisabeth Schaeffler, Georg Schaeffler und Schaeffler-Geschäftsführer Jürgen Geißinger als neue Mitglieder zu der Sitzung geladen. Sie äußerten sich nach der Sitzung nicht.
Streit schon vor der Sitzung
Streit gab es schon vor der Sitzung: Die Bestellung des Schaeffler-Beraters Rolf Koerfer zum Aufsichtsrat wurde vom Landgericht Hannover vorerst gestoppt. Ursprünglich sollte Koerfer in Frankfurt zum neuen Aufsichtsrats-Chef gewählt werden.
Der Conti-Vorstandsvorsitzende Karl-Thomas Neumann wollte dem Kontrollgremium einen Bericht über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit der beiden Autozulieferer vorlegen. Außerdem sollten die Kontrolleure den Jahresabschluss 2008 von Continental beraten.
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