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Finanzkrise: Gewinneinbruch bei Hypo Real Estate

zuletzt aktualisiert: 06.05.2008 - 10:46

München (RPO). Die internationale Finanzkrise schlägt sich auch in den Quartalszahlen von Hypo Real Estate nieder. Im ersten Quartal 2008 musste der Konzern erneut 175 Millionen Euro abschreiben. Der Vorsteuergewinn sank im ersten Quartal um 37 Prozent auf 190 Millionen Euro.

Diesen Wert verdankt der Immobilien- und Staatsfinanzierer fast vollständig einem Sondereffekt aus der Übernahme der DEPFA-Bank im Oktober 2007. Ohne ihn hätte der Vorsteuergewinn den Angaben zufolge nur 6 Millionen Euro betragen.

Finanzchef Markus Fell erklärte, er könne nicht ausschließen, dass es weitere Abschreibungen aus strukturierten Wertpapieren geben werde. In Anbetracht der Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten gab die Bank keinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr ab. Es sei "weiterhin unmöglich, die kurzfristigen Rahmenbedingungen der Märkte einzuschätzen", erklärte Sie.

Das Neugeschäft brach in den meisten Geschäftsfeldern ein: In der gewerblichen Immobilienfinanzierung halbierte es sich von 6,2 auf 3,1 Milliarden Euro, in der Infrastrukturfinanzierung sank es von 2,5 auf 1,6 Milliarden Euro. Dagegen konnte die Staatsfinanzierung von 14,1 auf 15,1 Milliarden zulegen.

Schwieriges Geschäftsumfeld

Das Geschäftsumfeld sei schwierig, erklärte die Bank. Noch immer seien die internationalen Finanzierungsmärkte fragil und in Teilbereichen nicht oder nur eingeschränkt funktionsfähig. Hypo-Real-Estate-Chef Georg Funke sagte: "Die ersten drei Monate 2008 waren für unsere Branche sicherlich das schwierigste Quartal seit vielen Jahren." Allerdings sei die Hypo Real Estate weniger hart getroffen worden, als viele ihrer Konkurrenten.

Zudem sei das operative Kerngeschäft positiv verlaufen, erklärte Funke. Auch Fell betonte, dass die Entwicklung dort "sehr schön" sei. In den Bereichen Staats- und Infrastrukturfinanzierung habe der Vorsteuergewinn und gewerbliche 8 Prozent zugelegt, bei der Immobilienfinanzierung um 7 Prozent.

Analysten der Hypo Vereinsbank, bewerteten die Zahlen dagegen eher kritisch: Operativ seien sie nicht überzeugend. Die Börse reagierte ebenfalls skeptisch. Obwohl der DAX knapp drei Prozent im Plus lag, verloren Hypo Real Estate Aktien am Vormittag rund 1,3 Prozent und standen in Frankfurt bei 23,41 Euro.

Quelle: ap

 
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