Hypo Real Estate: Gewinnzone knapp erreicht
zuletzt aktualisiert: 13.08.2008 - 10:26München (RPO). Nach erneuten Millionen-Abschreibungen hat Hypo Real Estate (HRE) im zweiten Quartal leichte Gewinne erzielt. HRE-Chef Georg Funke sprach angesichts der "schwierigen Rahmenbedingungen" von einem respektablen Ergebnis.
Der Vorsteuergewinn brach auf 17 Millionen Euro ein - nach 190 Millionen im ersten Quartal und 320 Millionen im Vorjahreszeitraum, wie der Immobilien- und Staatsfinanzierer am Mittwoch bekanntgab. Die Abschreibungen belasteten das Ergebnis mit 145 Millionen Euro.
"Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen präsentieren wir ein respektables Ergebnis", sagte HRE-Chef Georg Funke. Das operative Ergebnis stiegt im Vergleich zum stark von der Finanzmarktkrise belasteten Vorquartal von 184 auf 236 Millionen Euro. Ohne Berücksichtigung von Sondereffekten aus der Übernahme der DEPFA-Bank durch die HRE hätte sich das Vorsteuerergebnis in diesem Zeitraum leicht von 6 auf 40 Millionen Euro verbessert. Der Sondereffekt hatte das Ergebnis im ersten Quartal um 184 Millionen nach oben getrieben, im zweiten aber mit 23 Millionen belastet.
Für den Rest des Jahres gab sich Funke vorsichtig: "Die kommenden Monate bleiben für den gesamten Finanzsektor herausfordernd. Die immer noch ungewissen Marktaussichten lassen zuverlässige Prognosen kaum zu", erklärte er. Nach Einschätzung von Finanzvorstand Markus Fell hat die HRE beim Thema Abschreibungen aber das Schlimmste hinter sich. Die möglich Höhe noch ausstehender Wertkorrekturen sei inzwischen überschaubar, erklärte er. Falls nötig würden sie noch 2008 abgearbeitet.
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