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  Foto: AFP, AFP
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Amerikaner benötigt 3,3 Mrd Euro für Opel: GM blitzt bei Bundesregierung ab

zuletzt aktualisiert: 12.11.2009 - 08:14

Berlin (RPO). Im Ringen um Staatshilfen für die Sanierung von Opel kann General Motors vorerst nicht auf Unterstützung aus Deutschland hoffen. Die von GM für Opel benötigten 3,3 Milliarden Euro müsse der US-Autobauer aus eigener Tasche zahlen, sagte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) am Mittwochabend nach einem Treffen mit GM-Vertretern in Berlin.

"Ich habe meine Erwartung ausgedrückt, dass General Motors grundsätzlich die Finanzierung selbst ausübt." Brüderle war zuvor mit dem neuen Opel-Europachef Nick Reilly und GM-Verhandlungsführer John Smith zusammengetroffen. Zusammen hatten sie Vertretern von Ministerium sowie Kanzleramt jüngste GM-Entscheidung gegen einen Opel-Verkauf an Magna erläutert.

Mit der überraschenden Kehrtwende hatte der US-Konzern die Bundesregierung brüskiert, die für den Fall einer Übernahme mit Staatshilfen zur Sicherung der deutschen Opel-Standorte bereit stand.

Die Vertreter von GM hätten sich für ihre "schweren Kommunikationsfehler" entschuldigt, sagte Brüderle. GM-Chef Fritz Henderson hatte in einem Interview im ZDF erklärt: "Es tut uns leid, es hätte anders laufen sollen." Der GM-Chef hatte mehrere Tage in Deutschland verbracht, um bei Opel, Händlern und Politikern die Gemüter zu beruhigen.

Charmeoffensive ohne Erfolg

Bislang war die Charmoffensive des Autobauers aber von wenig Erfolg gekrönt. Neben der Bundesregierung holte sich GM auch von der Belegschaft eine Abfuhr. Die Arbeitnehmervertreter verlangen zunächst ein Zukunftskonzept für Opel. Erst danach wollen sie entscheiden, ob sie in Verhandlungen über Zugeständnisse im Zuge der Sanierung einsteigen. Die europäischen Opel-Händler sicherten GM zwar ihre weitere Kooperationsbereitschaft zu - aber auch sie warten auf ein konkretes Konzept für die Zukunft von Opel.

Bislang sind von den Plänen nur einige Eckpunkte bekannt: GM will 10.000 von 50.000 Arbeitsplätzen in Europa streichen und voraussichtlich das Astra-Werk in Antwerpen schließen. Arbeitnehmervertreter befürchten, dass Deutschland - wo Opel mit vier Werken am stärksten vertreten ist - den Großteil der Stellenstreichungen tragen soll.

GM will in den kommenden Tagen noch an seinen Plänen für Opel feilen und diese dann bis Ende Dezember in den europäischen Ländern mit Opel-Standorten präsentieren. Entsprechend sieht Brüderle nun zunächst den US-Konzern unter Zugzwang. Dieser habe angekündigt, zeitnah ein Restrukturierungskonzept vorzulegen. Der Fokus liege dabei auf Westeuropa. Dort hat Opel einen Großteil seiner Werke.

Quelle: RTR/tim

 
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