Genehmigung: GM-Finanztochter wird zur Bank
zuletzt aktualisiert: 25.12.2008 - 13:15Washington (RPO). Die Finanztochter des US-Autobauers General Motors (GM) wird zur Bank. So kann sie Hilfsgelder aus dem Rettungsfonds beantragen. Die US-Notenbank Fed akzeptierte den entsprechenden Antrag von GMAC. Die frühere Autokreditsparte von GM ist wie der Autokonzern selbst durch die Finanz- und Wirtschaftskrise stark angeschlagen.
Die "dringenden und ungewöhnlichen Umstände" auf den Finanzmärkten rechtfertigten eine schnelle Antwort auf den Antrag von GMAC, erklärte die Fed. Die beiden Eigner der Bank, der Investmentfonds Cerberus und GM, müssen ihre Anteile an GMAC im Gegenzug reduzieren. Cerberus muss seine Mehrheit den Vorgaben zufolge von 51 Prozent auf maximal 33 Prozent reduzieren, GM darf künftig weniger als zehn Prozent an der Finanztochter halten.
Als normale Bank erhält GMAC Zugriff auf den von Finanzminister Henry Paulson aufgelegten Bankenrettungsplan in Höhe von 700 Milliarden Dollar. Auch hat sie Zugriff auf Mittel der Notenbank zur Refinanzierung. GMAC hatte vor wenigen Wochen noch verkündet, die Fed werde dem Antrag der Finanzfirma wohl nicht stattgeben, da GMAC nicht über ausreichend Kapital verfüge. Am Mittwoch verkündete die neu entstandene Bank, der neue Status erlaube dem Unternehmen, seine "Flexibilität und Stabilität" zu steigern.
Mit der Aussicht von GMAC auf Finanzspritzen verbessern sich auch die Aussichten für GM weiter. Die US-Regierung hatte für den vor der Pleite stehenden Autobauer und für den ebenfalls schwer angeschlagenen Konkurrenten Chrysler zuvor nach langem Ringen ein Rettungspaket in Höhe von 13,4 Milliarden Dollar geschmiedet.
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