Mehrere Absagen: GM findet keinen neuen Opel-Chef
VON MICHAEL BRÖCKER - zuletzt aktualisiert: 26.11.2009 - 21:03Berlin (RP). Der US-Autokonzern General Motors (GM) findet offenbar keinen neuen Chef für seine Tochter Opel. Nach Informationen unserer Redaktion aus Unternehmenskreisen haben sich GM-Chef Fritz Henderson und der vorübergehende Europachef Nick Reilly mehrere Absagen bei der Neubesetzung des Spitzenpostens eingehandelt.
Neben dem Mercedes-Manager Rainer Schmückle (49) soll auch der Deutschlandchef von Ford, Bernhard Mattes (53), angefragt worden sein. Beide sollen ein Engagement bei GM-Europa aber abgelehnt haben. Damit ist die Führungsmannschaft für das Rüsselsheimer Traditionsunternehmen weiter unklar. Für eine Stellungnahme war GM gestern nicht zu erreichen.
GM-Chef Fritz Henderson hatte neulich das Profil eines neuen Opel-Chefs skizziert. Demnach müsse der Manager aus Europa kommen, deutsch sprechen und einen Sinn für Abenteuer haben. Weiterhin im Rennen ist offenbar Herbert Demel. Der Ex-Audi-Manager ist bei dem im Opel-Poker unterlegenen austro-kanadischen Zulieferer Magna unter Vertrag.
Als Hemmnis bei der Besetzung des Postens gilt das in der Branche vergleichsweise niedrige Gehalt des GM-Europachefs. Insidern zufolge erhält der Europa-Statthalter des US-Autobauers rund 800.000 Euro brutto pro Jahr, inklusive Bonuszahlungen. „Dafür tut sich keiner die Opel-Sanierung an”, heißt es. Der bisherige Europa-Chef von Opel, Carl-Peter Forster, hatte unlängst seinen Abschied angekündigt und soll neuer Chef von Jaguar-Landrover werden. Die Marken gehören inzwischen zum indischen Autokonzern Tata.
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