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Ärger mit Finanzbehörden
Google zahlt in Großbritannien 172 Millionen Euro Steuern nach

London. Google wird in Großbritannien für die vergangenen zehn Jahre 130 Millionen Pfund (172 Millionen Euro) an Steuern nachzahlen. Darauf einigten sich der US-Internetgigant und die britischen Finanzbehörden, wie eine Google-Sprecherin mitteilte.

London hatte vor sechs Jahren Ermittlungen gestartet, warum multinationale Konzerne mit ihren Zentralen außerhalb des Landes in Großbritannien so wenig Steuern zahlen.

Strategien von Konzernen zur Steuervermeidung sind in den vergangenen Jahren scharf in die Kritik geraten. "Als Ergebnis wird das internationale Steuersystem geändert. Diese Einigung trägt dem Rechnung", sagte die Google-Sprecherin mit Blick auf das Übereinkommen mit der britischen Finanzbehörde HMRC. Mit der Summe würden Steuern ab 2005 nachgezahlt.

Der britische Rundfunk BBC berichtete, künftig werde Google einen größeren Teil seiner Geschäfte in Großbritannien registrieren, und nicht in Irland, wo die Europa-Zentrale sitzt und die Unternehmenssteuern im EU-Vergleich besonders gering sind. Eine Sprecherin der HMRC zeigte sich zufrieden: Google werde nun sämtliche Gewinne angemessen versteuern, die in Großbritannien angefallen seien.

(spol/AFP)
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