Zuschlag an türkisch-britische Investorengruppe: Grundig: Fernsehgerätesparte offenbar verkauft
zuletzt aktualisiert: 29.01.2004 - 10:08Nürnberg (rpo). Das insolvente Traditionsunternehmen Grundig hat offenbar einen Käufer für seine Fernsehgerätesparte. Eine türkisch-britische Investorengruppe habe den Zuschlag erhalten, berichtet eine Zeitung.
Die Grundig-Fernsehgerätesparte geht offenbar an die türkisch-britische Investorengruppe Beko-Alba. Nach Informationen der "Nürnberger Nachrichten" (Donnerstagausgabe) will Beko-Alba 80 Millionen Euro für die Kernsparte des insolventen Unternehmens bezahlen. Grundig selbst wollte diese Meldung am Morgen auf Anfrage nicht bestätigen. Ein Unternehmenssprecher verwies lediglich auf die am Mittag (12.00) anberaumte Pressekonferenz. Dort wolle Insolvenzverwalter Siegfried Beck über den aktuellsten Stand der Investorengespräche informieren.
Die TV-Sparte ist hauptsächlich verantwortlich für den Niedergang des fränkischen Traditionsherstellers. Neben Beko-Alba zählten die chinesische D'Long-Gruppe und der Computerhersteller Medion AG zu den potenziellen Investoren.
Im Juli 2003 begann Zerschlagung des Unternehmens
Das Insolvenzverfahren für den Elektrogerätekonzern war Anfang Juli 2003 eröffnet worden. Am 17. Juli begann mit dem Verkauf der Grundig-Autoradiosparte an den US-Automobilzulieferer Delphi die Zerschlagung des Unternehmens. Zuletzt wurde zu Weihnachten die Diktiergerätesparte Grundig Business Service an die Beteiligungsgesellschaft Induc verkauft.
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