Neuer Weg aus der Krise?: Händler würden Opel kaufen
zuletzt aktualisiert: 20.11.2008 - 17:16Düsseldorf (RPO). Nach dem Nein des US-Konzerns General Motors (GM) zum Verkauf seiner deutschen Tochter Opel an die Bonner Firma Solarworld bringen die 2000 deutschen Opel-Händler ein eigenes Kaufangebot ins Spiel.
"Das wurde tatsächlich ernsthaft diskutiert und ist auch nicht völlig unmöglich", zitierte die Branchenzeitung "Automobilwoche" am Donnerstag vorab den Geschäftsführer bei Auto Staiger in Stuttgart, Paul Schäfer. Es gebe durchaus Händler, die entsprechende Investitionen aufbringen könnten. Ein solches Angebot sei auf der jüngsten Opel-Händlerversammlung diskutiert worden.
"Das Problem dabei ist, dass die Marke zu sehr im GM-Konzern eingebunden ist und zudem Opel keine eigene Bilanz offenlegt", sagte Schäfer. So sei das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim darauf ausgelegt, Fahrzeuge für den gesamten Konzern zu konzipieren. `
Zudem wäre durch einen Kauf noch nicht sichergestellt, wer die Milliarden schweren Investitionen in künftige Produkte wie beispielsweise den neuen Astra oder die nächste Generation des Meriva aufbringt. Zu den Opel-Vertriebspartnern gehören dem Bericht zufolge über 2000 Verkaufs- und Servicestützpunkte allein in Deutschland, die rund 35. 000 Mitarbeiter beschäftigen.
Der Solarzellenhersteller Solarworld hatte am Mittwoch überraschend angeboten, bis zu einer Milliarde Euro für Opel bereitzustellen. Eine GM-Sprecherin sagte daraufhin im Gegenzug, die deutsche Tochter stehe nicht zum Verkauf, wie ein Opel-Sprecher bestätigte.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.

