Nach Bespitzelungsvorwürfen gegen HSH-Chef: Hamburg will Abfindung für Nonnenmacher vermeiden
zuletzt aktualisiert: 16.11.2010 - 14:03Hamburg (RPO). Der Vorstandschef der HSH Nordbank, Dirk Jens Nonnenmacher, soll nach dem Willen des Landes Hamburg möglichst ohne Abfindung seine Position verlieren.
Finanzsenator Carsten Frigge (CDU) sagte am Dienstag, die Landesregierung sei "selbstverständlich daran interessiert", eine die "finanzielle Situation der Bank - denn die muss ja diese Abfindung bezahlen - so wenig wie möglich belastende Trennung von Herrn Nonnenmacher zu erreichen".
Die Landesregierungen der Hauptanteilseigner Hamburg und Schleswig-Holstein hatten HSH-Aufsichtsratschef Hilmar Kopper vergangene Woche aufgefordert, die Trennung von Nonnenmacher einzuleiten. Bei der Aufsichtsratssitzung am 2. Dezember soll ein Nachfolger bestellt werden. Der HSH-Chef war nach Bespitzelungsvorwürfen in die Kritik geraten und hatte das Vertrauen der Landesregierungen verloren.
Frigge machte aber auch klar, dass bei der geplanten Trennung die geltenden Regeln eingehalten werden müssten. "Selbstverständlich werden wir uns an bestimmte Gesetze halten müssen, und das ist jetzt im Einzelnen zu prüfen, wohin das führt", sagte der Finanzsenator. Gegen den noch amtierenden Vorstandschef, der seine Unschuld beteuert, wird von der Staatsanwaltschaft ermittelt.
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