Fünftgrößte Containerreederei: Hapag-Lloyd peilt Börsengang im April an
zuletzt aktualisiert: 18.02.2011 - 06:54Hamburg (RPO). Die Eigentümer der Hamburger Großreederei Hapag-Lloyd steuern auf einen Börsengang Mitte April zu. Die beratenden Investmentbanken haben sich nach einem Medienbericht auf den 15. April als vorläufiges Zieldatum geeinigt.
Die weltweit fünftgrößte Containerreederei gehört zu 49,8 Prozent dem Tui-Konzern, den Rest hält ein Konsortium, das von der Stadt Hamburg und dem Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne dominiert wird. Der Börsenwert Hapag-Lloyds wird auf mehrere Milliarden Euro geschätzt. Damit wird der Börsengang der voraussichtlich bis dato größte in Deutschland im laufenden Jahr.
Allerdings gibt es der "Financial Times Deutschland" zufolge unter den Eigentümern noch Diskussionen über die Details. So will sich Hamburg beispielsweise maßgeblichen Einfluss sichern, um den Verbleib der Konzernzentrale in der Hansestadt zu garantieren.
Um den Einfluss der Altaktionäre zu sichern, wurde zwischenzeitlich auch diskutiert, die Rechtsform der Reederei in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien zu wandeln, wie dies etwa beim Dax-Konzern Henkel der Fall ist.
Unsicher sei bislang noch der Anteil, der im ersten Schritt an der Börse verkauft werden soll. Derzeit gilt ein Paket von 35 bis 40 Prozent als wahrscheinlich, das fast komplett von Tui kommen soll. Ein Tui-Sprecher wollte die Informationen nicht kommentieren.
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