In den 20er Jahren gehörten Tanzbären in vielen Städten zur üblichen Unterhaltung.
Dem dem gelernten Bonbonkocher Hans Riegel, der 1920 die Firma Haribo gegründet hatte, dienten sie als Vorlage für Tanzbären aus Fruchtgummi.
Schon bald kamen Teddy-Bären aus Fruchtgummi hinzu.
1925 ergänzte Riegel das Programm um Lakritz-Stangen.
Es folgten die Lakritz-Schnecken, Lakritz-Pfeifen, Salinos und vieles mehr.
Sowohl Fruchtgummis als auch Lakritze wurden lose oder in Metalldosen verkauft.
Das änderte sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals kamen die ersten Bären in Cellophanbeuteln auf den Markt.
Der in den 30er Jahren gekaufte Slogan "Haribo macht Kinder froh!" wird in den 60er Jahren von Hans Riegel junior geändert. Selbst einer seiner besten Kunden befand er: " - und Erwachsene ebenso".
Die erste Fernsehwerbung von Haribo erschien 1962.
Die Verwandschaft ist über die Jahre hinweg fast unüberschaubar gewachsen: Haribo stellt Fruchtgummi kombiniert mit Lakritz oder ...
... mit Schaumzucker her.
Neben Klassikern wie "Saure Pommes"...
... gibt es Fruchtgummi ohne Gelatine für Vegetarier ...
... und dem Zeitgeist entsprechend Fruchtgummi mit Joghurt.
Doch nicht immer steht Haribo drauf, obwohl Haribo dahinter steht. 1986 erwarb Haribo die Firma Edmund Münster, die in Neuss Maoam Kaubonbons herstellte.
Heute ist das Kaubonbon so bekannt, dass es keine besorgten Eltern mehr gibt, die Maoam mit dem chinesischen Revolutionsführer Mao Tse Tung in Verbindung bringen wie dies in den 70ern der Fall war, als es auf die Frage: "Was wollt ihr denn?" meist im Chor ertönte: "Ma-o-am!"
Neben der bunten Welt der Kaubonbons hat Haribo 1993 die Firma Vademecum übernommen ...
... und 1994 die englische Edel-Lakritzfirma Dunhills erworben.
Der Bär bleibt allerdings das Symbol für Haribo. Er kommt immer ins Spiel, wenn Haribo Golf- oder Badminton-Tuniere sponsort -
Wer mehr über den Goldbären erfahren will, kann das bis zum 13. November 2005 im Landesmuseum Koblenz in den Räumen der Festung Ehrenbreitstein.