Deutsche Industrie- und Handelskammer: Harter Winter kostet Wachstum
zuletzt aktualisiert: 31.01.2010 - 08:38Berlin (RPO). Nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) wird das anhaltende Winterwetter auf die Wirtschaftsleistung drücken. "Der Wirtschaft gehen durch den harten Winter etwa zwei Milliarden Euro verloren", sagte DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier einem Zeitungsbericht nach.
Das Wachstum im ersten Quartal werde dadurch um 0,4 Prozentpunkte schwächer ausfallen. "Das ist eine Menge gemessen an normalen Wintern und geht vor allem auf die Probleme in der Bauwirtschaft zurück", sagte Treier dem "Tagesspiegel am Sonntag".
Zwar würden die Aufträge nachgeholt, sobald es wärmer wird. Womöglich reichten angesichts der noch ausstehenden Projekte des Konjunkturpakets II die Kapazitäten der Bauwirtschaft aber nicht aus, um alles nachzuarbeiten. Dann gebe es Engpässe.
"Wenn gar Aufträge auf das kommende Jahr verschoben werden müssen oder mangels staatlichem Geld ganz wegfallen, bringen sie 2010 kein Wachstum", sagte der Ökonom. Auf das Jahr hochgerechnet werde die Wachstumsrate um 0,1 Prozentpunkte geringer ausfallen. "Das ist nicht dramatisch, aber die Witterung hat das Zeug dazu, den Jahresauftakt einzutrüben." Zumal der Ölpreis wegen der Kälte höher sei als normal, das entziehe den Verbrauchern Kaufkraft.
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