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VW-Schmiergeldaffäre: Hartz legt Geständnis ab

zuletzt aktualisiert: 17.01.2007 - 13:44

Braunschweig (RPO). In der VW-Affäre um Schmiergelder und Lustreisen hat der frühere VW-Personalvorstand Peter Hartz vor dem Landgericht Braunschweig durch seinen Anwalt ein umfassendes Geständnis abgelegt. Hartz räumte ein, seine Pflichten gegenüber dem Unternehmen verletzt zu haben. Er übernehme die volle strafrechtliche Verantwortung, sagte Hartz-Anwalt Egon Müller.

Ins Gefängnis muss Hartz trotzdem nicht. Die Prozessbeteiligten hatten sich zuvor auf eine Strafobergrenze von zwei Jahren Haft auf Bewährung geeinigt. Eine zusätzliche Geldstrafe solle 360 Tagessätze nicht überschreiten. Hartz muss nur noch umfassend gestehen.

In der VW-Affäre um Schmiergelder und Lustreisen gestand Hartz Untreue in 44 Fällen und Begünstigung des Betriebsrats. Schon zu Prozessbeginn hatte der Anwalt von Hartz, Egon Müller, angekündigt, dass sein Mandant sich vor Gericht nicht zur Sache äußern wird.

Wegen persönlicher Verfehlungen, wonach er auf Firmenkosten unter anderem die Dienste von Prostituierten sowie Privatwohnungen genutzt haben soll, muss sich Hartz in dem Verfahren nicht verantworten. Die Staatsanwaltschaft begründete das mit der vergleichsweise geringen Schadensumme für das Unternehmen.

Hartz war bei seinem Eintreffen vor dem Gerichtsgebäude mit lautstarkem Protest empfangen worden. Gegner der nach ihm benannten Sozialreformen forderten "Weg mit den Ein-Euro-Jobs!" und schimpften Hartz einen "Arbeiterverräter".

Das Gericht hat zwei Verhandlungstage angesetzt.

Quelle: afp

 
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