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US-Banken zahlen Gebühren im voraus: Haushaltsdefizit in USA erreicht Rekordhöhe

zuletzt aktualisiert: 12.11.2009 - 21:18

Washington (RPO). Das Haushaltsdefizit der USA ist im Oktober auf eine Rekordhöhe von 176,4 Milliarden Dollar (knapp 120 Milliarden Euro) gestiegen. Das teilte das Finanzministerium am Donnerstag in Washington mit. Unterdessen beginnen einige US-Banken mit einer Vorauszahlung ihrer Gewerbegebühren, um der Regierung bei der Rettung der eigenen Branche unter die Arme greifen.

Die Deckungslücke bei dem Haushaltsdefizit war damit noch größer als von Experten erwartet, die mit 150 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Im abgelaufenen Haushaltsjahr 2009 hatten die USA ein Rekorddefizit von 1,42 Billionen Dollar verbucht.

Gründe für das riesige Loch im Staatshaushalt sind die milliardenschweren Rettungspakete für die ins Trudeln geratenen Banken, die staatliche Übernahme der Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac, das Paket der Regierung von Präsident Barack Obama zur Ankurbelung der Wirtschaft im Umfang von 200 Milliarden Dollar und die angesichts der Rezession eingebrochenen Steuereinnahmen.

US-Banken zahlen im voraus 45 Mrd Dollar Gebühren an Regierung

Mit einer Vorauszahlung ihrer Gewerbegebühren wollen US-Banken der Regierung bei der Rettung der eigenen Branche unter die Arme greifen. Die US-Einlagensicherung FDIC stimmte am Donnerstag einer Vereinbarung mit der Finanzwelt zu, die eine Vorauszahlung der Gebühren der nächsten drei Jahre vorsieht. Sie spült rund 45 Milliarden Dollar Barmittel in die Kassen der Federal Deposit Insurance Corp (FDIC), die nach der Serie von Bankenpleiten zuletzt selbst in die roten Zahlen gerutscht war. Die nun verabredete Vorauszahlung gilt als die attraktivere Alternative in der noch immer unter der Krise ächzenden Branche, der sonst höhere Notgebühren gedroht hätten.

US-Banken müssen jedes Quartal bestimmte Abgaben für die Sicherung ihrer Kundeneinlagen leisten, damit die FDIC im Fall einer Pleite einspringt. In diesem Jahr hatte die FDIC 120 US-Banken geschlossen, so viele wie seit 1992 nicht mehr pro Jahr. Im vergangenen Jahr brachen 25 Institute zusammen, 2007 waren es lediglich drei.

Quelle: AP/felt

 
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