Aktie verliert wegen Ausblicks auf 2012: HP-Gewinn bricht um 90 Prozent ein
zuletzt aktualisiert: 22.11.2011 - 17:24San Francisco (RPO). Der US-Computerkonzern Hewlett-Packard (HP)
Wie das Unternehmen am Montag nach Börsenschluss mitteilte, lag der Gewinn in den am 31. Oktober zu Ende gegangenen drei Monaten bei 239 Millionen Dollar (177 Millionen Euro). Im Vorjahreszeitraum waren es noch 2,53 Milliarden Dollar (1,88 Milliarden Euro). Ohne Sondereffekte verdiente HP damit 1,17 Dollar pro Aktie. Analysten hatten lediglich mit 1,13 Dollar gerechnet. Der Umsatz fiel um drei Prozent auf 32,12 Milliarden Dollar (23,8 Milliarden Euro). Er lag damit aber leicht höher als die von Analysten erwarteten 32,05 Milliarden Dollar (23,7 Milliarden Euro).
Whitman, die dadurch bekannt wurde, das sie das Online-Auktionshaus eBay vom Start-up zu einer weltweit bekannten Firma machte, übernahm die Führung des Konzerns Ende September vom Deutschen Leo Apotheker, der nach einem Richtungsstreit im Konzern gehen musste. Zu ihren ersten Entscheidungen gehörte es, die Entscheidung Apothekers rückgängig zu machen, das PC-Geschäft abzustoßen. Das bringt HP Milliarden Umsätze, aber sehr kleine Gewinnmargen. Zudem steht der ganze Bereich unter dem Druck neuer Gerätetypen, wie der Smartphones und Tablet-PCs.
Verantwortlich für das deutliche Minus beim Gewinn waren vor allem die Abschreibungen und Kosten für die Entscheidung Apothekers, die Tablet-PC- und Smartphone-Reihen von HP einzustellen. Aber auch in den drei größten Bereichen von HP, PCs, Drucker sowie Server und Netzwerke fiel der Umsatz.
Erwartungen von HP deutlich unter denen der Analysten
HP hat zwar auch Milliarden ausgegeben, um in den profitableren Markt der Technik-Dienstleistungen und Software zu kommen, sieht sich dort aber etablierten Konkurrenten wie IBM gegenüber. Ob HP da mithalten kann, wird sich noch zeigen müssen.
Die Aktie von HP stieg zwar zuerst nach Bekanntgabe der Zahlen, verlor dann aber, nachdem sich die Analysten die Zahlen und vor allem den Ausblick auf das kommende Jahr genauer angesehen hatten.
Da liegen die Erwartungen von HP deutlich unter denen der Analysten.
HP begründete den "vorsichtigen" Ausblick mit den Krisen in Europa und nachlassenden Ausgaben bei Firmenkunden.
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