Nach Wechsel zum Konkurrent Oracle: HP klagt gegen Ex-Chef wegen Verratsverdacht
zuletzt aktualisiert: 08.09.2010 - 08:29Washington (RPO). Der US-Computerbauer Hewlett-Packard hat nach dem Einstieg seines früheren Chefs Mark Hurd beim Softwareriesen Oracle eine Klage wegen möglichen Geheimnisverrats eingereicht.
Durch seine Mitarbeit Hurds bei Oracle bringe dieser wertvollste Handelsgeheimnisse und vertrauliche Konzerninformationen in Gefahr, heißt es in der am Dienstag (Ortszeit) am Obersten Gericht Kaliforniens vorgelegten Zivilklage. Hurd habe sich gegenüber HP zur Vertraulichkeit verpflichtet. Seine Aufgabe in seiner neuen Position bei Oracle könne er aber nicht erfüllen, ohne Firmengeheimnisse von HP offenzulegen.
Bei Oracle, dem größten Konkurrenten des deutschen SAP-Konzerns, übernimmt Hurd nach dem Rücktritt eines anderen Top-Managers einen Platz im Verwaltungsrat, dem wichtigsten Führungsgremium des Konzerns. Der 53-Jährige war vor einem Monat wegen des Verstoßes gegen den HP-Verhaltenskodex zurückgetreten.
Der Top-Manager hatte nach Angaben des Unternehmens eine "enge private Beziehung" zu einer freien Mitarbeiterin des Konzerns unterhalten, diese aber nicht öffentlich gemacht. Zudem machte Hurd der Frau offenbar Geschenke, die er dann als Spesen abrechnete.
Ursprünglich hatte die ehemalige Schauspielerin Hurd auch sexuelle Belästigung vorgeworfen. Eine firmeninterne Untersuchung hatte Hurd allerdings von diesen Vorwürfen entlastet.
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