Bad Bank soll toxische Wertpapiere aufnehmen: HRE will dreistelligen Milliarden-Betrag auslagern
zuletzt aktualisiert: 10.08.2009 - 18:12München (RPO). Die verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) will hunderte Milliarden Euro an faulen Wertpapieren auslagern. In den kommenden Monaten wolle das Institut mit dem Bankenrettungsfonds SoFFin eine Vereinbarung treffen, um Problemkredite und andere Teile des Geschäfts in eine sogenannte Bad Bank auszulagern.
Die übrig gebliebene Kernbank solle dann zumindest wieder kleine Renditen erwirtschaften, sagte HRE-Chef Axel Wieandt dem "Handelsblatt". Wann die HRE aber mit der Rückzahlung der staatlichen Kapitalspritzen beginnen kann, ließ Wieandt offen.
Drastische Verkleinerung der Bank geplant
Der Vorstandschef will die Bank nach eigenen Angaben drastisch verkleinern. Die Bilanzsumme soll demnach von über 400 Milliarden auf maximal 150 Milliarden Euro zusammengeschmolzen werden. Die Deutsche Pfandbriefbank - unter diesem Namen firmiert die HRE in ihrem Kerngeschäft - solle sich auf Immobilien- und Staatsfinanzierung konzentrieren.
Künftig will die Bank nur noch risikoarmes Geschäft machen. Wieandt hält künftig nur prozentual einstellige Renditen für machbar. Sein Vorgänger hatte noch 15 Prozent Nachsteuer-Rendite angepeilt.
Die Hypo Real Estate hatte jahrelang risikoreiche Geschäfte gemacht. Die Finanzkrise brachte das Geschäftsmodell der Bank dann zum Einsturz. Der deutsche Staat hat bei der HRE inzwischen die Kontrolle übernommen.
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