Angeschlagene Landesbank: HSH Nordbank halbiert die Verluste
zuletzt aktualisiert: 20.08.2010 - 15:54Hamburg (RPO). Die angeschlagene HSH Nordbank hat ihre Verluste im ersten Halbjahr auf nahezu die Hälfte gesenkt. Das Minus lag Ende Juni bei netto 380 Millionen Euro, nach minus 619 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie die Landesbank der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein am Freitag in Hamburg mitteilte.
"Wir halten an unserm Ziel fest, die Bank 2011 wieder in die Gewinnzone zu führen", sagte Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher. Den vollständigen Halbjahresabschluss will die Bank am 27. August veröffentlichen.
Ohne Sonderbelastungen wie Zahlungen für staatliche Garantien oder Sanierungskosten hat die Bank im zweiten Quartal sogar einen kleinen Gewinn von 47 Millionen Euro geschafft. "Im zweiten Quartal konnten wir zum ersten Mal seit sieben Quartalen operativ, also vor Garantiekosten, ein positives Ergebnis ausweisen. Das ist ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung der strategischen Neuausrichtung", sagte Nonnenmacher.
303 Millionen Euro für staatliche Garantien
Das Institut hatte 2008 ein Minus von 2,8 Milliarden Euro verbucht und musste von den beiden Hauptsanteilseignern Hamburg und Schleswig-Holstein mit einer Kapitalspritze und Milliardenbürgschaften vor dem Untergang gerettet werden. 2009 betrug der Konzernfehlbetrag 679 Millionen Euro.
Die Milliardenbürgschaften der Länder haben der HSH Nordbank das Überleben gesichert, kosten das Institut aber jetzt viel Geld: Im ersten Halbjahr lagen die Ausgaben für staatliche Garantien bei 303 Millionen Euro.
Derzeit schrumpft sich die Bank gesund. Die Bilanzsumme fiel im vergangenen Jahr um 33 Milliarden Euro auf rund 175 Milliarden Euro und soll weiter auf 100 Milliarden Euro sinken. Dazu lässt die Bank viele Kredite auslaufen.
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