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Gehaltsgrenze überschritten: HSH Nordbank will weitere Boni zahlen

zuletzt aktualisiert: 16.07.2009 - 18:26

Hamburg (ddp.djn). Die angeschlagene HSH Nordbank verstößt einem Medienbericht zufolge mit der Zahlung weiterer Boni an Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher gegen Bestimmungen des staatlichen Bankenrettungsfonds SoFFin.

Der Chef der HSH Nordbank hat dem Aufsichtsratsvorsitzenden seinen Rücktritt angeboten.  Foto: AP, AP
Der Chef der HSH Nordbank hat dem Aufsichtsratsvorsitzenden seinen Rücktritt angeboten. Foto: AP, AP

Wie das Politmagazin "Panorama" (16. Juli, 21.45 Uhr, ARD) am Donnerstag vorab berichtete, durchbreche die Bank durch beabsichtigte Bonuszahlungen die vom Bund beschlossene Gehaltsgrenze von 500.000 Euro pro Jahr erneut. Konkret gehe es dabei um Boni für Nonnenmacher, die als "variable Vergütung" in einem Vermerk des schleswig-holsteinischen Finanzministers Rainer Wiegard (CDU) genannt seien.

Neben einer Sonderzahlung an den HSH-Nordbank-Vorstandschef in Millionenhöhe sollen diese Boni nicht nach den auf Bundesebene geltenden Beschränkungen des SoFFin ausgezahlt werden. Die HSH-Nordbank plane solche Vergütungen offenbar zu bezahlen, sobald sie "dividendenfähig" sei, berichtete das Magazin. Die milliardenschweren Staatshilfen für das Geldinstitut sollen dabei anders als im Bund kein Hindernis sein.

Die HSH Nordbank hatte im vergangenen Jahr 2,7 Milliarden Euro Verlust gemacht. Gerettet wurde sie durch eine Kapitalspritze in Höhe von drei Milliarden Euro sowie weiterer Garantien ihrer Hauptanteilseigner Schleswig-Holstein und Hamburg über zehn Milliarden Euro. Bei der Gewährung von Staatshilfen war zuvor auf Bundesebene beschlossen worden, die Vorstandsgehälter angeschlagener Banken auf 500.000 Euro zu begrenzen.

Am Wochenende war bekanntgeworden, dass Nonnenmacher eine Sonderzahlung in Höhe von 2,9 Millionen Euro für seine Tätigkeit bei der Bank erhalten soll.

Quelle: DDP

 
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