Durch Sparpaket der Regierung: HWWI erwartet Konjunktur-Dämpfer
zuletzt aktualisiert: 11.06.2010 - 13:20Hamburg (RPO). Durch das Sparprogramm der Bundesregierung könnte die Konjunktur einen Dämpfer erleiden. Dies befürchtet das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI). Allerdings sei der Sparkurs unumgänglich.
Das bislang für 2011 erwartete Wachstum von zwei Prozent werde wohl nicht erreicht werden, sagte der HWWI-Konjunkturchef Michael Bräuninger der Nachrichtenagentur ddp.
Bräuninger fügte hinzu: "Die Haushaltskonsolidierung muss eingeleitet werden, um Vertrauen auf den Finanzmärkten zu schaffen und die Schuldenbremse einzuhalten." Er kritisierte zugleich, der geplante Subventionsabbau gehe nicht weit genug. Eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes sei nicht notwendig. Es wäre aber "sinnvoller gewesen, viel stärker an die Subventionen heranzugehen".
Bräuninger forderte zudem, in einem größeren Umfang über den reduzierten Mehrwertsteuersatz nachzudenken. Hier sollten die Sonderregelungen in bestimmten Bereichen abgeschafft werden. Der Konjunkturexperte kritisierte ferner, ein Teil der geplanten Kürzungen bei "Hartz-IV"-Empfängern sei "sozial problematisch".
Auf dem deutschen Arbeitsmarkt wird es nach Einschätzung von Bräuninger "keine tiefen Einbrüche" geben. Vielmehr werde die Lage weitgehend stabil bleiben. Allerdings sei auch nicht mit einer deutlicheren Verbesserung der Situation zu rechnen.



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