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Prognose 2010: HWWI rechnet mit steigendem Bruttoinlandsprodukt

zuletzt aktualisiert: 03.03.2010 - 15:53

Berlin (RPO). Die Deutschen erwartet offenbar Licht am Ende des Tunnels: Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) erwartet für 2010 unverändert einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland um 1,5 Prozent. Für das Jahr 2011 wird ein Wachstum von zwei Prozent erwartet, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturprognose des Instituts hervorgeht.

"Damit hat die deutsche Wirtschaft die Wende aus der Krise zwar geschafft, aber das Vorkrisenniveau wird erst 2012 wieder erreicht", heißt es weiter. Die konjunkturelle Entwicklung ist laut HWWI in den ersten Monaten des laufenden Jahres zwar durch den außergewöhnlichen Winter und die Folgen nach dem Auslaufen der Abwrackprämie noch einmal gedämpft worden. Für den weiteren Jahresverlauf zeichne sich aber eine Fortsetzung des Erholungsprozesses ab, zumal ein Großteil der witterungsbedingten Produktionsausfälle in den folgenden Quartalen aufgeholt werde.

Auslandsnachfrage deutlich verbessert

Die Auslandsnachfrage hat sich den Angaben zufolge deutlich gebessert. Der schwächere Euro dürfte zu einer Verstärkung der außenwirtschaftlichen Impulse beitragen. Das HWWI geht davon aus, dass die Exporte 2010 um 7,4 Prozent und 2011 um 7 Prozent steigen werden. Die Importe dürften sich 2010 um 3,3 Prozent und 2011 um 6,6 Prozent erhöhen. "Aber wie die Entwicklung um Griechenland zeigt, ist die weltweite konjunkturelle Erholung nicht ohne Risiken", warnen die HWWI-Experten.

Die Verlängerung der Kurzarbeitsregelung, aber auch eine angepasste Lohnpolitik wirkten einem stärkeren Rückgang der Beschäftigung entgegen. Die Arbeitslosigkeit wird laut HWWI im laufenden Jahr auf im Jahresschnitt 3,61 Millionen Menschen steigen. 2011 werde die Zahl der Arbeitslosen bei im Jahresschnitt 3,78 Millionen Menschen liegen.

Quelle: DDP/felt

 
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