Neue Verluste erwartet: Hypo Real Estate richtet Bad Bank ein
zuletzt aktualisiert: 23.06.2009 - 08:19München (RPO). In einer so genannten Bad Bank will die schwer angeschlagene Münchener Immobilien- und Hypothekenbank Hypo Real Estate (HRE) bedeutende Teile ihrer problembehafteten Forderungen sowie des nicht-strategischen Wertportfolios auslagern. Wie die mittlerweile in Staatsbesitz befindliche Bank Montagabend mitteilte, könnte die Bilanzstruktur dadurch verbessert und die Bilanzsumme voraussichtlich erheblich verkürzt werden.
Dieses als "Konsolidierungsbank" bezeichnete Modell wurde laut HRE ursprünglich für die Landesbanken entwickelt und existiert bislang erst als Gesetzentwurf.
Wie die HRE weiter mitteilte, kommt ihre Neuausrichtung gut voran. Dazu gehöre auch der Abbau von weltweit 1000 Arbeitsplätzen. Entsprechende Sozialpläne seien nun mit den zuständigen Betriebsratsgremien für Deutschland abgeschlossen worden.
Für das zweite Quartal erwartet die Bank indes Ergebnisbelastungen zumindest im hohen dreistelligen Millionenbereich. Sie resultieren im Wesentlichen aus weiterer Risikovorsorge auf Forderungen und Wertpapiere im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise.
Die Wertberichtigungen beträfen vor allem Immobilienkredite. Hier wirkten sich die weiter verschlechterten regionalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen insbesondere in den als kritisch identifizierten Märkten Nordamerika, Südeuropa und Großbritannien, aber auch in Deutschland aus.
Diese Entwicklung führe zu einer hohen Eigenkapitalbelastung. Den Bericht zum zweiten Quartal will die HRE am 7. August vorlegen. Die Bank hatte bereits zuvor deutlich gemacht, dass mindestens noch für 2009 und 2010 mit einem Verlust gerechnet werden muss.
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