Verstaatlichte Bank: Hypo Real Estate soll weiter Milliarden-Verlust machen
zuletzt aktualisiert: 01.07.2009 - 07:45München (RPO). Die inzwischen weitgehend verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) muss einem Zeitungsbericht zufolge bis Ende 2010 noch einmal mit mehr als zwei Milliarden Euro an Verlusten rechnen. Die HRE hatte das zwar bereits angekündigt, nicht jedoch die mögliche Höhe der roten Zahlen genannt.
Dies berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwochausgabe) und beruft sich dabei auf das Umfeld des staatlichen Bankenrettungsfonds SoFFin und auf Finanzkreise. Aufsichtsratsvorsitzender Michael Endres sagte der Zeitung dazu, auch er rechne mit weiteren Abschreibungen. "Die HRE wird auch im zweiten Quartal erhebliche Wertberichtigungen vornehmen müssen."
Ein HRE-Sprecher wollte dazu auf Anfrage keine Stellung nehmen. Auch eine Sprecherin des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) wollte den Bericht nicht kommentieren.
Weiter berichtet die "Süddeutsche Zeitung", bei der Besetzung des neuen Aufsichtsrats wolle der Bund als neuer und alleiniger Inhaber der Bank das Gremium komplett umbesetzen. Prominenteste Neulinge sind laut dem Blatt die ehemalige Präsidentin des Bundesrechnungshofs und frühere CDU-Politikerin Hedda von Wedel und Günther Bräunig, Vorstand des Staatsbank KfW.
Auf einer zwischen dem Bundesfinanzministerium und dem Kanzleramt abgestimmten Liste würden außerdem Bernd Thiemann, Ex-Chef der genossenschaftlichen DG Bank, die frühere Deutschlandchefin des Investmentbank Morgan Stanley, Dagmar Kollmann, sowie je ein Vertreter des Finanz- und des Wirtschaftsministeriums stehen. Diese Mischung aus Staatsbediensteten und Branchenexperten soll die bisherigen Kontrolleure ersetzen, zu denen neben Endres auch andere frühere Bankvorstände zählen.
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