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884 Millionen Euro Gewinn: HypoVereinsbank schreibt wieder schwarze Zahlen

zuletzt aktualisiert: 18.03.2010 - 12:02

München (RPO). Die HypoVereinsbank ist zurück in den schwarzen Zahlen: Dank eines um knapp drei Milliarden Euro verbesserten Handelsergebnisses machte die HVB im vergangenen Jahr 884 Millionen Euro Gewinn, wie sie am Donnerstag in München mitteilte. 2008 hatte die Bank noch 649 Millionen Euro Verlust gemacht.

2008 hatte die Bank einen Verlust von 649 Millionen Euro verbuchen müssen.  Foto: ddp, ddp
2008 hatte die Bank einen Verlust von 649 Millionen Euro verbuchen müssen. Foto: ddp, ddp

Den entscheidenden Unterschied machte das Handelsergebnis. Die Bank erwirtschaftete hier 1,07 Milliarden Euro. 2008 hatte die Finanzkrise der HVB noch einen Handelsverlust von 1,88 Milliarden Euro beschert. Dank dieser deutlichen Verbesserung konnte die Bank im Segment Corporate & Investment Banking auch einen massiven Anstieg der Kreditrisikovorsorge um 75,1 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro verkraften. Der Bereich trug 971 Millionen Euro zum Vorsteuerergebnis von 1,3 Milliarden Euro bei.

Im Geschäft mit Privatkunden und Vermögensverwaltung stürzten die Erträge der Bank dagegen ab. Der Bereich Wealth Management erreichte ein Vorsteuerergebnis von 74 Millionen Euro, was einem Rückgang um 39 Prozent entspricht. Der Bereich Privat- und Geschäftskunden machte vor Steuern 29 Millionen Euro Gewinn, 2008 war es noch mehr als siebenmal so viel. Der Provisionsüberschuss sank wegen zurückhaltender Anleger von 1,45 auf 1,19 Milliarden Euro.

Eigenkapitalquote gestiegen

Positiv entwickelte sich die Kapitalausstattung der HVB. Das Eigenkapital sei um 0,6 Milliarden auf 23,6 Milliarden Euro gestiegen, erklärte die Bank. Da gleichzeitig die Risikoaktiva sanken, stieg die Kernkapitalquote der Bank von 14,3 am Jahresende 2008 auf 17,8 Prozent Ende 2009.

Für die Zukunft äußerte sich Bankchef Theodor Weimer zurückhaltend: "Auch wenn die Realwirtschaft und die Finanzmärkte derzeit wieder eine stabilere Entwicklung zeigen, ist die Erholung noch nicht selbsttragend und dauerhaft", erklärte er. Es gebe Risiken aber auch Chancen. Mit ihrer hohen Kernkapitalquote und dem guten Ergebnis sei die Bank dafür aber bestens gerüstet.

Quelle: AP/das

 
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