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  Foto: AP, AP
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Nach Anklage wegen Insider-Handels: IBM und Intel-Manager Moffat und Goel beurlaubt

zuletzt aktualisiert: 20.10.2009 - 17:06

San Francisco (RPO). Der Insider-Skandal an der Wall Street fordert Konsequenzen. Die US-Firmen IBM und Intel haben nun ihre Top-Manager beurlaubt. Die Manager Robert Moffat und Rahiv Goel sind unter den sechs Verdächtigen des Hedgefonds-Insiderskandals, die letzte Woche verhaftet wurden.

IBM beurlaubte Top-Manager Robert Moffat, der Chiphersteller Intel seinen Manager Rahiv Goel. Moffat und Goel sind zwei von sechs Verdächtigen, die am Freitag vergangener Woche verhaftet worden waren. Die Teilnehmer an dem Insider-Handel sollen durch das Ausnutzen vertraulicher Informationen an der Börse mehr als 25 Millionen Dollar an illegalen Profiten erzielt haben.

Moffat soll vertrauliche Informationen über IBM-Bilanzen und Transaktionen mit Partnerunternehmen weitergegeben haben. Ob der 53-jährige Moffat finanziell davon profitiert hat, ist unklar. Ein Anwalt Moffats erklärte, dies sei definitiv nicht der Fall gewesen.

Die Staatsanwaltschaft legt Moffat, der als einer der Nachfolger von IBM-Chef Sam Palmisano gehandelt wurde, unter anderem zur Last, die Hegde-Fonds-Managerin Danielle Chiesi über Details zu IBM-Gewinnen informiert zu haben. Chiesi arbeitete nach Angaben der Staatsanwaltschaft für den Hedgefonds New Castle von Bear Stearns Vermögensverwaltung. Bear Stearns war im vergangen Jahr durch einen Notverkauf an JPMorgan vor dem Aus bewahrt worden.

Kaution von 100 Millionen Dollar

Im Mittelpunkt des Skandals steht einer der reichsten Männer der USA, der Milliardär Raj Rajaratnam und sein Hedgefonds Galleon. Rajaratnam, der am vergangenen Wochenende gegen eine Kaution von 100 Millionen Dollar auf freien Fuß gesetzt wurde, soll bei Aktiengeschäften von Insiderinformationen über verschiedenste Unternehmen profitiert haben. Auch Moffat, Chiesi und anderen Managern blieb gegen millionenschwere Kautionszahlungen das Gefängnis erspart.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll für Tipps über die Gewinnlage oder Akquisitionspläne von Unternehmen zum Teil Geld geflossen sein. In anderen Fällen sollen Informationen ausgetauscht worden sein. Aufgedeckt wurden der Skandal, nachdem die Ermittler mit richterlicher Genehmigung Gespräche abgehört hatten.

Quelle: AP/jre

 
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