Nürnberg: IG Metall stellt AEG Ultimatum
zuletzt aktualisiert: 03.02.2006 - 11:32Nürnberg (rpo). Die Tarifkommission der IG Metall hat das Electrolux-Angebot für einen Sozialtarifvertrag für die von Entlassung bedrohten AEG-Beschäftigten als "unannehmbar" zurückgewiesen. Wie ein Gewerkschaftssprecher nach der Sitzung des Gremiums auf sagte, knüpft die IG Metall eine Fortsetzung der Gespräche am Samstag an die Voraussetzung, dass gleichzeitig über Lösungen für die ausgegliederten GmbH verhandelt wird.
Die Gewerkschaft stellte dem schwedischen AEG-Mutterkonzern Electrolux ein Ultimatum. Sollte sich das Unternehmen bis Freitag, 14.00 Uhr, nicht dazu bereit erklären, über ein Gesamtpaket zu verhandeln, werde es weitere Gespräche erst am Mittwoch geben. Zugleich betonte der IG-Metall-Sprecher, die von Electrolux am Donnerstag vorgelegten Vorschläge seien kein substanzielles Angebot.
Die Verhandlungen über die Zukunft der 1750 Beschäftigten des Nürnberger AEG-Werkes waren am Donnerstagabend ohne Annäherung unterbrochen worden. Electrolux hatte dabei ein Angebot vorgelegt, das für die Beschäftigten der Hausgerätefertigung eine Abfindung von 0,7 Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr und die Übernahme in eine Beschäftigungsgesellschaft für zwölf Monate vorsieht. Der IG Metall ist das deutlich zu wenig.
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