Tarifstreit: IG Metall und Electrolux verhandeln über Servicegesellschaften
zuletzt aktualisiert: 08.02.2006 - 10:44Nürnberg (rpo). IG Metall und Electrolux haben die Verhandlungen über die Wiedereinführung eines Tarifvertrages der Metall-und Elektroindustrie in vier Electrolux-Servicegesellschaften aufgenommen. Die Sparten Logistik, Vertrieb, Kundendienst und Ersatzteile waren im September 2005 in eigenständige GmbHs ausgegliedert worden.
Für sie gilt seither der Tarifvertrag des Groß- und Außenhandels. Damit verbunden ist eine von derzeit 35 auf 38,5 Stunden erhöhte Wochenarbeitszeit.
Die rund 1.300 Mitarbeiter der vier GmbHs wollen in den Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie zurückkehren, der sie finanziell besser stellt. Um ihre Forderungen durchzusetzen, sind die Mitarbeiter der Logistikwerke in Nürnberg und Dormagen in einen Arbeitskampf getreten. Im Ersatzteillager in Rothenburg läuft noch die Urabstimmung.
Am Nachmittag wollen IG Metall und AEG auch die unterbrochenen Gespräche zur Zukunft des AEG-Hausgerätewerkes in Nürnberg fortsetzen. Hier sind die 1.700 Mitarbeiter am 20. Januar in einen unbefristeten Streik getreten, um für den Erhalt des Standortes zu kämpfen. Die Fabrik, in der Waschmaschinen und Geschirrspüler gefertigt werden, soll nach dem Willen der Konzernmutter Electrolux bis Ende 2007 geschlossen werden. Die Hausgeräte sollen dann in Polen und Italien produziert werden.
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