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Vierte Tarifrunde ohne Ergebnis
Im NRW-Einzelhandel drohen neue Warnstreiks

Im NRW-Einzelhandel drohen neue Warnstreiks
FOTO: dpa, frk kno mut sja
Düsseldorf. Im Tarifstreit des Einzelhandels NRW stehen die Zeichen nach der vierten ergebnislosen Tarifrunde auf Warnstreik. Von Maximilian Plück

"Wir werden jetzt zunächst den Verhandlungsstand in den Tarifkommissionen besprechen", sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi NRW unserer Redaktion am Donnerstag. "Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass es zu Warnstreiks kommen wird."

Es sei mit den Arbeitgebern kein neuer Verhandlungstermin vereinbart worden. "Wir haben uns jetzt erst einmal nur darauf geeinigt, die Sommerpause abzuwarten. Sollte in der Zwischenzeit in einem anderen Bezirk ein Abschluss erzielt werden, der als Pilot taugt, würden wir auf dieser Grundlage noch einmal diskutieren", so der Sprecher. Verdi verlangt für die 460.000 sozialversicherungspflichtig und 236.000 geringfügig Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent, mindestens aber 140 Euro, sowie die Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge.

"Als wir in den Gesprächen signalisiert haben, dass wir uns mindestens an dem Abschluss im Groß- und Außenhandel orientieren wollen, haben die Arbeitgeber dicht gemacht", erklärte der Sprecher. Im Groß- und Außenhandel  hatte Verdi eine Erhöhung der Löhne in zwei Stufen um 2,7 Prozent und 2,0 Prozent  sowie eine Einmalzahlung von 90 Euro durchgesetzt.

Die Arbeitgeber bieten laut Verdi-Angaben nach drei Monaten ohne Erhöhung ein Plus von 2,0 Prozent ab August, drei weitere Nullmonate im kommenden Jahr sowie eine weitere Anpassung  um 1,8 Prozent zum 1. August 2016 an. Zudem soll es eine Einmalzahlung im Dezember 2017 um 150 Euro geben. Eine Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge lehnen die Arbeitgeber laut Verdi kategorisch ab.

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