Großstädte: Immer mehr Menschen leben allein
zuletzt aktualisiert: 17.05.2005 - 11:36Wiesbaden (rpo). In den deutschen Großstädten leben 50 Prozent der Einwohner allein. Jeder zweite Haushalt in Städten über 500.000 Einwohnern wird laut Statistischem Bundesamt von nur einer Person geführt. Insgesamt waren im März 2004 unter den insgesamt 39,1 Millionen Haushalten in Deutschland 14,6 Millionen Singlehaushalte.
In den letzten 30 Jahren sind Einpersonenhaushalte in den Großstädten immer häufiger geworden: Hatte ihr Anteil in den Großstädten des früheren Bundesgebietes 1974 noch bei 37% gelegen, stieg er im Laufe der folgenden Jahre stark an, und zwar bis auf 45% im Jahr 1985. Im April 1994 lebte deutschlandweit bereits in 46% der Großstadthaushalte nur noch eine Person.
Je größer die Städte und Gemeinden, desto höher der Anteil der Einpersonenhaushalte. So lag er in Gemeinden mit weniger als 5000 Einwohnern im Frühjahr 2004 bei 28%, in Gemeinden mit einer Größe von 5000 bis unter 50 000 Einwohnern wurden bereits 33% aller Haushalte von einer Person geführt. Noch höher lagen die Anteile der Einpersonenhaushalte in Gemeinden mit 50 000 bis unter 200 000 bzw. 200 000 bis unter 500 000 Einwohnern. Sie machten 41% bzw. 45% an allen Haushalten aus.
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