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Gebäudefirma
Imtech-Insolvenz stiftet bei Kölner Oper Verwirrung

Imtech-Insolvenz stiftet bei Kölner Oper Verwirrung
Die Baustelle der Oper in Köln am 23.07.2015. FOTO: dpa, mb htf
Hamburg/Rotterdam. Die Insolvenz der Gebäudefirma Imtech sorgt hierzulande auf den betroffenen Baustellen für Unruhe. Und in Köln für handfeste Verwirrung. Auch die niederländische Muttergesellschaft ist inzwischen pleite.

Die insolvente Gebäudetechnik-Firma Imtech Deutschland will ihre Arbeiten bei der Sanierung des Opern- und Schauspielhauses in Köln fortsetzen. Das Unternehmen widersprach am Donnerstag Berichten, nach denen die Arbeiten zum Erliegen gekommen seien. Gleichzeitig räumte Imtech aber ein, dass es auf der Baustelle nur langsam vorangehe und dass es zu Missverständnissen gekommen sei. So sei Imtech-Mitarbeitern der Zugang zur Baustelle verwehrt worden.

Die Geschäftsführung von Imtech und das Städtische Gebäudemanagement hätten am Donnerstag vereinbart, den reibungslosen Ablauf der Arbeiten zu ermöglichen. Die Stadt Köln bestritt eine solche Vereinbarung. Vielmehr habe der Rechtsvertreter Kölns die Firma Imtech aufgefordert, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Es werde noch bis Anfang kommender Woche dauern, die Baustellenorganisation wieder in Gang zu bringen. Imtech Deutschland ist an 960 Baustellen beteiligt und will alle Arbeiten weiterführen.

Auch die niederländische Muttergesellschaft ist am Donnerstag vom zuständigen Gericht in Rotterdam für insolvent erklärt worden. Der Konzern wird jetzt zerschlagen. Unmittelbar nach der Entscheidung seien zwei Konzerntöchter - Imtech Marine und Imtech Nordic - verkauft worden, teilten die vom Gericht eingesetzten Treuhänder Paul Peters und Jeroen Princen mit.

"Diese Transaktion sichert die Weiterbeschäftigung von 7300 Imtech-Mitarbeitern, darunter 1300 in den Niederlanden", heißt es in der Mitteilung. Insgesamt hatte Imtech weltweit 22.000 Mitarbeiter.

Für andere Imtech-Töchter etwa in Spanien, Belgien, Großbritannien und Irland seien Übernahme-Gespräche im Gange. Zur Zukunft der deutschen Imtech, die unter anderem auch am Bau des neuen Berliner Flughafens sowie am Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 beteiligt ist, wurde zunächst nichts bekannt. 

Ein Sprecher des Hauptstadtflughafens BER betonte mit Blick auf die Insolvenz des Imtech-Mutterkonzerns: "Für uns ist das kein neuer Stand." Es bleibe dabei, dass eine Expertengruppe innerhalb von 14 Tagen für Imtech-Arbeiten Lösungsalternativen erarbeiten soll. Flughafenchef Karsten Mühlenfeld hatte in einer E-Mail an den Aufsichtsrat geschrieben, dass die Arbeiten auch ohne Imtech weitergeführt werden könnten.

(dpa)
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