Trotz steigender Exporte: Industrie baut rund 250.000 Stellen ab
zuletzt aktualisiert: 16.04.2010 - 09:58Berlin (RPO). Trotz steigender Exporte und besserer Auftragslage baut die Industrie weiter Stellen ab. Das Verarbeitende Gewerbe zählte im Februar noch gut 4,9 Millionen Beschäftigte. Das waren 242.500 oder 4,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet erst gegen Jahresende mit einer Trendwende. Insgesamt dürften 2010 bis zu 200.000 Industriejobs wegfallen.
Die Wirtschaftskrise macht fast allen großen Branchen noch zu schaffen, besonders den Herstellern von Metallerzeugnissen. Sie zählten 8,4 Prozent weniger Mitarbeiter als vor Jahresfrist. Die beiden größten Industriebranchen beschäftigen ebenfalls deutlich weniger Menschen: Die Autoindustrie zählte 5,0 Prozent weniger Mitarbeiter, die Maschinenbauer 5,7 Prozent weniger. Lediglich die Nahrungs- und Futtermittelindustrie erhöhte die Mitarbeiterzahl, und zwar um 2,0 Prozent.
Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden nahm im Februar um 0,5 Prozent ab auf rund 614 Millionen. Die Bruttoverdienste sanken um 1,7 Prozent auf 15,9 Milliarden Euro. In der Statistik werden nur Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten erfasst.
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