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Schneeballsystem
Infinus-Manager wegen Bandenbetrugs vor Gericht

Infinus: Manager wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs vor Gericht
Einer der Angeklagten (l.) trifft im Gerichtssaal des Landgerichts Dresden ein. FOTO: dpa, abu pzi
Dresden. Gut zwei Jahre nach Bekanntwerden des Betrugsskandals beim Dresdner Infinus-Finanzkonzerns hat die strafrechtliche Aufarbeitung begonnen. Sechs Ex-Manager der größtenteils insolventen Firmengruppe müssen sich seit Montag wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs im besonders schweren Fall und Kapitalanlagebetrugs vor dem Dresdner Landgericht verantworten.

Noch vor dem Verlesen der Anklage allerdings musste der Prozess unterbrochen werden, weil die Verteidigung des Hauptbeschuldigten und eines weiteren Angeklagten die Besetzung des Gerichts rügte.

Laut Anklage haben die Manager ein sogenanntes Schneeballsystem betrieben und etwa 22.000 Anleger um rund 312 Millionen Euro betrogen. Die Verteidigung sprach dagegen von einem "tragfähigen Geschäftsmodell" der Gesellschaften. Die Insolvenz sei erst durch Durchsuchung und Inhaftierung herbeigeführt worden.

Fünf Angeklagte, unter ihnen der 54-jährige Konzerngründer, sitzen seit November 2013 in Untersuchungshaft. Der sechste Beschuldigte war Anfang 2014 freigekommen. Ihm wird Beihilfe vorgeworfen.

Das Briefkastenschild der Dresdner Finanzfirmengruppe Infinus im Jahr 2013. FOTO: dpa, Sebastian Kahnert
(dpa)
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