Währungsunion: Inflation auf neuem Höchststand
zuletzt aktualisiert: 31.01.2008 - 12:16Wiesbaden (RPO). Die Inflation in der Währungsunion hat im Januar den höchsten Stand seit der Einführung des Euro erreicht. Die Preise lagen um 3,2 Prozent über dem Vorjahresmonat.
Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Schätzung des europäischen Statistikamts Eurostat lagen die Preise in der Eurozone im Januar um 3,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Dies sei der höchste Wert seit Einführung des Euros als Buchgeld im Jahr 1999, teilte ein Eurostat-Sprecher mit.
Die Verbraucherpreise in Deutschland selbst sind im Januar um 2,7 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag unter Berufung auf Schätzungen mitteilte, schwächte sich der Preisauftrieb leicht ab. Im Dezember hatte die Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahresmonat noch bei 2,8 Prozent gelegen. Gegenüber Dezember 2007 gingen die Preise um 0,3 Prozent zurück. Das Bundesamt wies darauf hin, dass die Schätzung für Januar nicht auf den üblichen Ergebnissen aus sechs Bundesländern basiere, sondern stärker auf Prognosen, was gewisse Unsicherheiten mit sich bringe.
Hintergrund sei die Umstellung des Verbraucherpreisindex auf das neue Basisjahr 2005. Das endgültige Ergebnis zur Entwicklung der Verbraucherpreise im Januar werde am 29. Februar vorliegen, gemeinsam mit dem vorläufigen Resultat für Februar.
Im Jahr 2007 waren die Lebenshaltungskosten unterm Strich um 2,2 Prozent gestiegen, so stark wie seit 13 Jahren nicht mehr.
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