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Niederlande: ING-Manager sollen Boni zurückzahlen

zuletzt aktualisiert: 23.03.2009 - 14:32

Den Haag (RPO). Der künftige Chef des niederländischen Banken- und Versicherungskonzerns ING Group hat in einem "moralischen Appell" die führenden Manager des Unternehmens aufgefordert, ihre Boni vom vorigen Jahr zurückzuzahlen. Einige der Manager hatten Medienberichten zufolge bereits vor dem Appell ihre Zustimmung signalisiert.

ING baut Stellen wegen der Finanzkrise ab.  Foto: RPO
ING baut Stellen wegen der Finanzkrise ab. Foto: RPO

Einige hätten schon zuvor angedeutet, dass sie dazu bereit seien, sagte Jan Hommen in einem am Montag veröffentlichten Interview der Tageszeitung "De Volkskrant". Deshalb seien nun alle 1200 führenden Manager aufgefordert worden, ihre Boni zurückzugeben.

Die Bonuszahlungen im vergangenen Jahr beliefen sich nach Angaben des Unternehmens auf 300 Millionen Euro. Im Februar hatte der Konzern für das vierte Quartal 2008 einen Nettoverlust von 3,1 Milliarden Euro gemeldet. Doch einigte sich die Bank mit der niederländischen Regierung auf eine Art Bürgschaft für einen Großteil riskanter Papiere, die ein Volumen von 27,7 Milliarden Dollar haben.

Der niederländische Finanzminister Wouter Bos begrüßte den Schritt der ING-Konzernleitung, sagte aber auch, er gehe ihm noch nicht weit genug. "Dies ist ein guter Anfang", sagte Bos im Rundfunksender NOS. Er kündigte für diese Woche eine Reihe von Verhaltensregeln für Unternehmen an, die zur Stützung Steuergelder erhalten.

Die ING ist auch in Deutschland aktiv. Sie betreibt hier die Direktbank ING Diba.

Quelle: AP

 
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