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Mehrere Institute unter Verdacht: Insiderhandel mit HRE-Aktien?

zuletzt aktualisiert: 15.02.2009 - 16:38

München (RPO). Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin ermittelt laut einem Medienbericht gegen mehrere Banken wegen des Verdachts des Insiderhandels mit Aktien der angeschlagenen Hypo Real Estate (HRE). Die Banken stünden im Verdacht, Insiderkenntnisse missbraucht und HRE-Aktien vor einem Kurssturz Ende September vergangenen Jahres in größerem Umfang verkauft zu haben.

"Die Untersuchung dauert noch an", zitierte die "Süddeutsche Zeitung" einen Sprecher der Bafin. Gegen welche Banken ermittelt wird, teilte die Behörde nicht mit. Für Nachfragen war die Bafin am Sonntagnachmittag zunächst nicht zu erreichen.

Auffällige Verkäufe von HRE-Aktien Ende September

Nach SZ-Informationen hatte die Bafin vor dem Kurssturz vom 29. September 2008 "auffällige" Verkäufe von HRE-Aktien registriert. Dies gehe aus einer internen Notiz der Aufsichtsbehörde hervor. Die betreffenden Banken hätten sowohl HRE-Aktien, die ihnen selbst gehörten, wie auch HRE-Papiere von Kunden veräußert. Die Bafin habe die Banken bereits aufgefordert, die Namen dieser Kunden mitzuteilen.

Sollte die Aufsichtsbehörde dabei auf Anhaltspunkte für strafbare Insidergeschäfte stoßen, wäre sie verpflichtet, die für die einzelnen Banken jeweils zuständigen Staatsanwaltschaften einzuschalten. Insiderwissen für Aktiengeschäfte zu nutzen ist gesetzlich verboten. Wer dies trotzdem tut, dem drohen bis zu fünf Jahre Gefängnis oder eine Geldstrafe. Die Bafin kann auch aufsichtsrechtlich gegen die betreffenden Banken vorgehen.

Am 29. September 2008, einem Montag, hatte die HRE ihre angespannte finanzielle Lage öffentlich zugegeben und mitgeteilt, dass am Wochenende zuvor mit der Bundesregierung und anderen Banken ein Rettungspaket im Umfang von 35 Milliarden Euro vereinbart worden war. Der Aktienkurs stürzte an diesem Montag von 15 auf unter vier Euro ab, inzwischen liegt er bei knapp über einem Euro. Die dramatische Lage der HRE war laut dem Bericht mehreren Banken bereits in der Woche vor dem Kurssturz bekannt gewesen.

Quelle: AP

 
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