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Geiwitz nennt Unternehmer einen "Patriarchen"
Insolvenzverwalter nimmt Schlecker in Schutz
Juli 2012: Razzia im Wohnhaus von Anton Schlecker
Juli 2012: Razzia im Wohnhaus von Anton Schlecker FOTO: dpa, Ralf Zwiebler
München. Wegen der Insolvenz der Drogeriemarktkette muss sich Anton Schlecker viel Kritik fallen lassen. Nun bekommt er Schützenhilfe vom zuständigen Insolvenzverwalter.

"Wer Anton Schlecker kritisiert, sollte bedenken, dass er auch einmal 50.000 Arbeitsplätze in Europa aufgebaut hatte", sagte Arndt Geiwitz der "Süddeutschen Zeitung". "Ich habe einen Mann kennengelernt, der sich ganz anders mit seinem Unternehmen identifiziert, als es ein Vorstandsvorsitzender tut. Ein Patriarch." Der Ehinger Unternehmer sei aber auch "eher ein beratungsresistenter Mensch".

Für Geiwitz selbst ging das Insolvenzverfahren bis an die Substanz. "Vor dem Hintergrund einer immens kritischen Öffentlichkeit und Politik, eines extrem veralteten Geschäftsmodells und eines gewaltigen Aufwands mit 6000 Vermietern, Zehntausenden Mitarbeitern und Lieferanten war das sicher eine der schwierigsten Aufgaben unserer Kanzlei", sagte er.

Nachdem er im Juni im Gläubigerausschuss das endgültige Aus für Schlecker verkündet hatte, sei er zwei Stunden allein im Wald spazieren gewesen. "Sie brauchen eine Pufferzeit, sonst gehen Sie kaputt", sagte der Insolvenzverwalter.

Quelle: APD/das
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