Mitarbeiterbeteiligung an Unternehmen: Investivlohn: Stoiber plant Drei-Stufen-Modell
zuletzt aktualisiert: 10.12.2006 - 09:49Hamburg (RPO). Der bayerische Ministerpräsident Emund Stoiber setzt sich für ein Drei-Stufen-Modell zur Einführung eines so genannten Investivlohns ein. Die Mitarbeiterbeteiligung an Unternehmen soll schrittweise von Steuern befreut werden. Vom Investivlohn werde das klare Signal ausgehen, dass es in Deutschland gerecht zugehen solle, so der CSU-Vorsitzende.
"Zunächst einmal soll die Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmen bis zu 300 Euro im Jahr steuerfrei sein", sagte Stoiber der "Bild am Sonntag". In einem zweiten Schritt solle die Steuerbefreiung unbegrenzt gelten. Die Mitarbeiterbeteiligung müsse erst dann versteuert werden, wenn sie zum Beispiel im Alter als Zusatzrente ausgezahlt wird.
In einem dritten Schritt könnten für die Mitarbeiterbeteiligung auch Sozialabgaben entfallen, sagte Stoiber. Er wolle sein Modell innerhalb der nächsten zwei Jahre durchsetzen. "Der Investivlohn kann mit zum wichtigsten Projekt der großen Koalition werden", sagte der CSU-Chef. Von diesem Projekt gehe das klare Signal aus, dass es in Deutschland gerecht zugehen solle.
Als Begründung für die Einführung eines Investivlohns nannte Stoiber die Globalisierung. "Die Antwort der Union auf die Globalisierung heißt Investivlohn. Denn die Kapitaleinkommen steigen viel stärker als die Löhne. Davon sollen nicht nur die Manager, sondern auch die Arbeitnehmer etwas haben", sagte der Regierungschef.
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