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Zukunft von Karstadt: Investor Berggruen sieht drohende Liquidation

zuletzt aktualisiert: 25.08.2010 - 18:14

Essen (RPO). Gut eine Woche vor dem Ablauf der Verkaufsfrist für Karstadt ist die Zukunft des Warenhauskonzerns noch immer ungewiss. Der potenzielle Käufer, Nicolas Berggruen, warnte in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", dem Unternehmen drohe die Liquidation, wenn nicht bis Ende kommender Woche alle Fragen geklärt seien. "Es wird dann keinen fortzuführenden Geschäftsbetrieb mehr geben", zitierte das Blatt den deutsch-amerikanischen Milliardär.
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Berggruen warnte, man könne eine solche lebendige Organisation mit vielen Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Kunden und Lieferanten nicht ewig nur verwalten.

Der Milliardär sieht zwar Fortschritte in seinen Gesprächen mit der Investmentbank Goldman Sachs, die zusammen mit der Deutschen Bank hinter dem Vermieterkonsortium Highstreet steht. Und auch die Verhandlungen mit der Essener Valovis-Bank seien so gut wie am Ziel.

Scharfe Kritik übte er aber an der Deutschen Bank, die den lange nach Abschluss des eigentlichen Bieterprozesses überraschend als Interessent aufgetretenen italienischen Warenhausbetreiber Maurizio Borletti unterstützte. "Ich kann nur sagen, die spielen mit dem Feuer und der Zukunft von Karstadt", sagte Berggruen.

Er warnte, dass die Zeit für die Rettung von Karstadt sehr knapp werde. Am 2. September wollen sich die Highstreet-Gläubiger in London treffen, um über die neuen Mietkonditionen abzustimmen. Einen Tag später will das Amtsgericht Essen über die Annahme des Insolvenzplans entscheiden.

Zwar liegt nach den Worten Berggruens ein fertig verhandelter Mietvertrag schriftlich vor. Es seien aber noch einige technische Details zu klären. Um nicht in das Risiko einzugehen, erst am letzten Tag auf den Punkt zu kommen, habe er die Vertreter Highstreets frühzeitig für den 31. August zu einem Treffen einladen wollen. Diesem Wunsch sei aber nicht entsprochen worden.

Sollte die Übernahme gelingen, werde er an Tag eins 70 Millionen Euro eigenes Kapital in das Unternehmen stecken, versprach der Unternehmer.

Quelle: apd/rai

 
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