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Wirtschaftsminister Guttenberg: Investoren müssen mehr Geld für Opel mitbringen

zuletzt aktualisiert: 18.07.2009 - 16:08

Berlin (RPO). Der Bieterkampf um Opel geht in die heiße Phase: Wirtschaftsminister Guttenberg hat die Opel-Interessenten aufgefordert, mehr Geld als bislang angeboten in eine Übernahme zu stecken. Zudem müssten diese mehr Eigenkapital mitbringen.

Die Bieter müssten "daran mitarbeiten, dass die neue Opel-Gesellschaft mit einer tragfähigen Kapitalstruktur starten kann", sagte der Minister der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Das bedeutet, dass die Bieter bereit sein müssen, ein höheres Risiko zu übernehmen." Dazu müssten die Interessenten auch mehr Eigenkapital mitbringen, was notwendig sei, "um das drohende Missverhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital zu verbessern".

"Staat kann keine Versprechen abgeben"

Guttenberg vertrat zudem die Auffassung, der Staat könne es sich "nicht leisten, das Versprechen des Standorterhalts alleine zum maßgeblichen Kriterium für den Zuschlag für Bürgschaften zu machen". Notwendig sei vielmehr, einen wettbewerbsfähigen Konzern zu schaffen, "der zwingend auch Konsolidierungsmaßnahmen in Angriff nimmt."

Insolvenz ist nicht ausgeschlossen

Für den Fall, dass letztendlich kein Konzept überzeugend sei, brachte Guttenberg auch erneut eine Insolvenz von Opel ins Spiel: "Wenn alles scheitert – was wir uns nicht wünschen – kann am Ende eine Insolvenz nicht ausgeschlossen werden."

Bieterfrist endet am Montag

Eine Frist für die Bieter im Ringen um die Übernahme von Opel endet am Montag. Bis dahin nimmt die Konzernmutter General Motors (GM) nach Angaben aus Branchenkreisen Angebote entgegen. Laut Bundesregierung wollen der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna und der Finanzinvestor RHJ International unterschriftsreife Verträge vorlegen.

Der chinesische Autobauer BAIC wird bis dahin wohl nicht so weit sein. Die Gewerkschaften geben dem Angebot von Magna den Vorzug, ebenso die Mehrheit der deutschen Politik. Am Ende über den Zuschlag entscheiden muss aber GM.

Quelle: AFP

 
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